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Wie schön leuchtet der Morgenstern ist ein protestantisches Kirchenlied. Text: Philipp Nicolai (1597), Johann Adolf Schlegel (1813), Albert Knapp (1832), Melodie: Straßburg (1538), Philipp Nicolai (1597).

  • Unter anderen komponierte J. S. Bach zu diesem Kirchenlied die Kirchenkantate gleichen Namens BWV 1 und Max Reger seine groß angelegte Choralfantasie für Orgel op. 40,1.

Text

Wie schön leuchtet der Morgenstern,
voll Gnad und Wahrheit von dem Herrn
uns herrlich aufgegangen.
Du Sohn Davids aus Jakobs Stamm,
mein König und mein Bräutigam,
du hältst mein Herz gefangen.
Lieblich, freundlich, schön und prächtig,
groß und mächtig, reich an Gaben,
hoch und wunderbar erhaben.

Du meine Perl, du werte Kron,
wahr’ Gottes und Marien Sohn,
ein König hochgeboren!
Mein Kleinod du, mein Preis und Ruhm,
dein ewig Evangelium,
das hab ich mir erkoren.
Herr, dich such ich.
Hosianna. Himmlisch Manna, das wir essen,
deiner kann ich nicht vergessen.

Gieß sehr tief in mein Herz hinein,
du leuchtend Kleinod, edler Stein,
die Flamme deiner Liebe
und gib, dass ich an deinem Leib,
dem auserwählten Weinstock,
bleib ein Zweig in frischem Triebe.
Nach dir steht mir mein Gemüte,
ewge Güte, bis es findet dich,
des Liebe mich entzündet.

Von Gott kommt mir ein Freudenschein,
wenn du mich mit den Augen dein
gar freundlich tust anblicken.
Herr Jesu, du mein trautes Gut,
dein Wort, dein Geist, dein Leib und Blut
mich innerlich erquicken.
Nimm mich freundlich in die Arme
und erbarme dich in Gnaden.
Auf dein Wort komm ich geladen.

Herr Gott Vater, mein starker Held,
du hast mich ewig vor der Welt
in deinem Sohn geliebet.
Er hat mich ganz sich angetraut,
er ist nun mein, ich seine Braut;
drum mich auch nichts betrübet.
Einst wird mein Hirt mir auch geben
himmlisch Leben bei ihm droben;
ewig soll mein Herz ihn loben.

Stimmt die Saiten der Cythara
und lasst die süße Musika
ganz freudenreich erschallen,
dass ich möge mit Jesus Christ,
der meines Herzens Bräutgam ist,
in steter Liebe wallen.
Singet, springet, jubilieret, triumphieret,
dankt dem Herren!
Groß ist der König der Ehren.

Wie bin ich doch so herzlich froh,
dass mein Schatz ist das A und O,
der Anfang und das Ende.
Er wird mich doch zu seinem Preis
aufnehmen in das Paradeis;
des klopf ich in die Hände.
Amen, Amen, komm, du schöne Freudenkrone,
säum nicht lange;
deiner wart ich mit Verlangen.

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