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Schmückt das Fest mit Maien ist ein protestantisches Kirchenlied zum Pfingstfest von Benjamin Schmolck 1715. Die Melodie schrieb Christian Friedrich Witt 1715.

Text

Schmückt das Fest mit Maien, lasset Blumen streuen, zündet Opfer an,
denn der Geist der Gnaden hat sich eingeladen, machet ihm die Bahn!
Nehmt ihn ein, so wird sein Schein euch mit Licht und Heil erfüllen
und den Kummer stillen.

Tröster der Betrübten, Siegel der Geliebten, Geist voll Rat und Tat,
starker Gottesfinger, Friedensüberbringer, Licht auf unserm Pfad:
gib uns Kraft und Lebenssaft, lass uns deine teuren Gaben
zur Genüge laben.

Lass die Zungen brennen, wenn wir Jesus nennen, führ den Geist empor;
gib uns Kraft zu beten und vor Gott zu treten, sprich du selbst uns vor.
Gib uns Mut, du höchstes Gut, tröst uns kräftiglich von oben
bei der Feinde Toben.

Güldner Himmelsregen, schütte deinen Segen auf der Kirche Feld;
lasse Ströme fließen, die das Land begießen, wo dein Wort hinfällt,
und verleih, dass es gedeih, hundertfältig Früchte bringe,
alles ihm gelinge.

Gib zu allen Dingen Wollen und Vollbringen, führ uns ein und aus;
wohn in unsrer Seele, unser Herz erwähle dir zum eignen Haus;
wertes Pfand, mach uns bekannt, wie wir Jesus recht erkennen
und Gott Vater nennen.

Hilf das Kreuz uns tragen, und in finstern Tagen sei du unser Licht;
trag nach Zions Hügeln uns mit Glaubensflügeln und verlass uns nicht,
wenn der Tod, die letzte Not, mit uns will zu Felde liegen,
dass wir fröhlich siegen.

Lass uns hier indessen nimmermehr vergessen, dass wir Gott verwandt;
dem lass uns stets dienen und im Guten grünen als ein fruchtbar Land,
bis wir dort, du werter Hort, bei den grünen Himmelsmaien
ewig uns erfreuen.

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