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Mein Gott, ich klopf an deine Pforte ist ein protestantisches Kirchenlied von Benjamin Schmolck.

Text

Mein Gott, ich klopf an deine Pforte
mit Seufzen, Flehn und Bitten an.
Ich halte mich an deine Worte:
Klopft an, so wird euch aufgetan.
Ach öffne mir die Gnadentür,
in Jesu Namen steh ich hier.

Wer kann was von sich selber haben,
das nicht von dir den Ursprung hat?
Du bist der Geber aller Gaben,
bei dir ist immer Rat und Tat.
Du bist der Brunn, der immer quillt,
du bist das Gut, das immer gilt.

Drum komm ich auch mit meinem Beten,
das voller Herz und Glauben ist.
Der mich vor dich hat heißen treten,
ist mein Erlöser Jesus Christ,
und der in mir das Abba schreit,
ist, Herr, dein Geist der Freudigkeit.

Gib, Vater, gib nach deinem Willen,
was deinem Kinde nötig ist;
du kannst all mein Verlangen stillen,
weil du die Segensquelle bist.
Doch gib, o Geber, allermeist,
was meiner Seele selig heißt.

Verleih Verständigkeit im Glauben!
Lass meine Liebe brünstig sein!
Will Satan mir dies Kleinod rauben,
so halte die Versuchung ein,
damit mein armes Fleisch und Blut
dem Feinde nichts zu Willen tut.

Erweck in mir ein gut Gewissen,
das weder Welt noch Teufel scheut,
und wenn ja Strafen folgen müssen,
so schick sie in der Gnadenzeit.
Durchstreich die Schuld mit Jesu Blut
und mach das Böse wieder gut.

Vom Kreuze darf ich wohl nicht bitten,
dass es mich gar verschonen soll.
Hat doch mein Jesus selbst gelitten,
und also leid ich billig wohl.
Doch wird Geduld mir nötig sein;
die wollest du mir, Herr, verleihn.

Das andre wird sich alles fügen,
ich möge arm sein oder reich.
An deiner Huld lass ich mir gnügen,
die macht mir Glück und Unglück gleich.
Kommt zeitlich Gut nicht reichlich ein,
wirds doch genug zur Notdurft sein.

Ich bitte nicht um langes Leben,
nur dass ich christlich leben mag.
Lass mir den Tod vor Augen schweben
und meinen letzten Sterbetag,
damit mein Ausgang aus der Welt
den Eingang in den Himmel hält.

Wiewohl, was will ich mehr begehren?
Du weißt schon, was ich haben muss,
du wirst auch alles mir gewähren,
denn Jesus macht den süßen Schluss:
Ich soll in seinem Namen schrein,
so wird es Ja und Amen sein.

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