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Heut singt die liebe Christenheit ist ein protestantisches Kirchenlied von Nikolaus Herman.

Text

Heut singt die liebe Christenheit
Gott Lob und Preis in Ewigkeit
und dankt ihm für sein Güte,
dass er der lieben Engel Schar
erschaffen hat, die immerdar
unser pflegen und hüten.

Sie glänzen wie der Sonnen Schein,
hell wie ein Feuerflamm sie sein
und ganz himmlische Geister
und sein die schönste Kreatur,
heilig von Art und von Natur,
Christ ist ihr Schöpfer und Meister.

Sie sehen stets Gottes Angesicht,
spiegeln sich in dem klaren Licht
göttlicher Majestäte.
Dem singen sie Lob, Preis und Ehr:
"Heilig, heilig ist Gott der Herr",
wie anzeigt der Prophete.

Michael führt der Engel Schar´,
ein hoher Fürst ist er fürwahr;
unter seim Fähnlein schweben
all Engel, streiten Tag und Nacht
wider des Teufels List und Macht
und seim Mord widerstreben.

Der alte Drach der feiert nicht,
all Augenblick tracht' er und dicht',
wie er uns mög obsiegen, an Leib und Seel,
Ehr, Gut und Hab beschädigen
und brechen ab mit seinem Mord und Lügen.

Gar oft erregt er Ketzerei,
Aufruhr, Mord, Krieg und Tyrannei,
Gottes Ordnung er zerrüttet.
Die Mächte er zusammenhetzt,
all Bündnis trennt er und verletzt,
sein' Zorn er gar ausschüttet.

Wo ihm nicht wehrt' der Engel Schar,
unser Leib, Seel, Blut, Haut und Haar
kein Stund blieb unverletzt.
Mit Feuer und Wasser, Wind und Schnee
uns alle er verderbete,
so hart er uns zusetzet.

Des danken wir dir, Herr Jesu Christ,
dass du uns solche Wächter gibst,
die uns halten in Hute,
dass uns der Feind nicht übereil
und in uns schieß sein giftig' Pfeil.
Bewahr uns durch dein Blute.

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