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Der Tag in seiner Höhe nah ist ein ökumenisches Kirchenlied von Jochen Klepper 1938. Melodie von Fritz Werner 1948

https://de.wikipedia.org/wiki/Jochen_Klepper

Text

Der Tag ist seiner Höhe nah. / Nun blick zum Höchsten auf, /
der schützend auf dich niedersah / in jedes Tages Lauf.

Wie laut dich auch der Tag umgibt, / jetzt halte lauschend still, /
weil er, der dich beschenkt und liebt, / die Gabe segnen will.

Der Mittag kommt. So tritt zum Mahl; / denk an den Tisch des Herrn. /
Er weiß die Beter überall / und kommt zu Gaste gern.

Er segnet dich in Dorf und Stadt, / in Keller, Kammer, Feld. /
Was dir der Herr gesegnet hat, / bleibt fortan wohl bestellt.

Er segnet dir auch Korb und Krug / und Truhe, Trog und Schrein. /
Ihm kann es keinen Tag genug / an Segensfülle sein.

Er segnet deiner Bäume Frucht, / dein Kind, dein Land, dein Vieh. /
Er segnet, was den Segen sucht. / Die Gnade schlummert nie.

Er segnet, wenn du kommst und gehst; / er segnet, was du planst. /
Er weiß auch, dass du's nicht verstehst / und oft nicht einmal ahnst.

Und dennoch bleibt er ohn Verdruss / zum Segnen stets bereit, /
gibt auch des Regens milden Fluss, / wenn Regen an der Zeit.

Sein guter Schatz ist aufgetan, / des Himmels ewges Reich. /
Zu segnen hebt er täglich an / und bleibt sich immer gleich.

Wer sich nach seinem Namen nennt, / hat er zuvor erkannt. /
Er segnet, welche Schuld auch trennt, / die Werke deiner Hand.

Die Hände, die zum Beten ruhn, / die macht er stark zur Tat. /
Und was der Beter Hände tun, / geschieht nach seinem Rat.

Der Tag ist seiner Höhe nah. / Nun stärke Seel und Leib, /
dass, was an Segen er ersah, / dir hier und dort verbleib.

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