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Abend, du kommst jedem Tage ist ein protestantisches Kirchenlied von Anna Schlatter. Melodie: Wolfgang Amadeus Mozart.

Text

Abend, du kommst jedem Tage,
endest seine Lust und Plage,
aber seine Folgen nicht.
Auch mir sind sie nun verschwunden,
dieses Tags vermischte Stunden,
doch es folget ein Gericht.

Dort einst werd ich alle finden!
Drum bedecke meine Sünden,
Vater, mit des Mittlers Blut!
Siehe gnädig an den Willen,
Dein Gebot heut' zu erfüllen,
mache mein Versäumnis gut!

Vater, leg an diesem Tage
Gnad' für Recht in Deine Waage;
siehe mich im Sohn nur an!
Wirst Du mich in Ihm ansehen,
kann ich froh vor Dir bestehen;
sonst war's längst um mich getan.

Nichts weiß ich vor Dich zu bringen
als sein Leben, Bluten, Ringen,
Seine Tilgung meiner Schuld.
Ach, nicht eine meiner Taten
ist mir heute so geraten,
dass sie wecke Deine Huld.

Nun, in Dein Erbarmen legen
will ich mich und Deinen Segen
durch den Heiland mir erflehn.
Macht Er dieses Tages Stunden
rein durch Seine heil'gen Wunden,
werd ich froh sie wiedersehn.

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